Abschiede und Austausche
Lieber Leser,
es neigt sich dem Ende zu. Am Dienstag werde ich (Vincent, FSJler in der Pressestelle) den Campus vorerst für längere Zeit verlassen. Aber da es noch mehr Menschen an der Uni gibt, von denen man mal erzählen kann, könnt ihr im Folgenden einen Bericht über Amine aus Tunesien lesen, den es hin und wieder in unser schönes Saarland verschlägt
TECHNISCHER SCHÜLER IM SINTEC- LABOR
Amine Othmane (17), der im tunesischen Monastir lebt, besucht während seiner dreieinhalb Monate andauernden Sommerferien jedes Jahr Verwandte im Saarland. Seine Mutter, Absolventin der Universität des Saarlandes, ist Deutsche, sein Vater ein tunesischer Biophysik-Professor. Seine freie Zeit nutzt Amine dieses Jahr, um neues Wissen rund um Elektronik und Technik zu erlangen.
Als Praktikant der 3S GmbH, einer Ausgründung des Lehrstuhls für Messtechnik der Universität des Saarlandes, hat Amine die Möglichkeit, Anwendungen der Mechatronik sowohl aus Firmensicht als auch aus Sicht der Lehre kennenzulernen. Unter anderem ist es ihm möglich, auch an der Universität im Schülerlabor SinnTec der Mechatronik ein Praktikum zu machen. Dieses Schülerlabor versteht sich als Schnittstelle zwischen Schule und Studium und bietet Schülern die Möglichkeit, schon vor Aufnahme eines Studiums, den Bereich der Mechatronik näher kennenzulernen.
„Diese enge Zusammenarbeit zwischen der 3S GmbH und dem Lehrstuhl für Messtechnik eröffnet einem offenen und motivierten Schüler wie Amine eine optimale Chance, in kurzer Zeit diverse Einblicke in das Feld der Mechatronik zu bekommen“, sagt Thorsten Conrad, Geschäftsführer der 3S GmbH.
Früh wurde schon in der Schule Amines Interesse an Technik und Physik geweckt, leider ergab sich aber bisher keine Gelegenheit für nähere Erfahrungen in der Mechatronik. Das Praktikum sieht er als Chance, diese Lücke zu füllen und sich gleichzeitig über den Studienalltag in Deutschland zu informieren. Er weiß jetzt schon, dass er nach dem Abitur in zwei Jahren in den naturwissenschaftlich-technischen Bereich gehen wird.
Betreut wird er im Schülerlabor von wissenschaftlichen Mitarbeitern des Lehrstuhls für Messtechnik (LMT). Er lernte bereits welche Grundschaltungen es gibt und wie man allgemein eine elektronische Schaltung aufbaut. „Anfangs sollte er absichtlich ‚ins kalte Wasser geworfen’ werden, um zu sehen, wie er zurechtkommt“, sagt René Sallier, Doktorand am LMT. Amine hat sich so geschickt angestellt, dass er jetzt theoretisch erarbeitet, wie ein Operationsverstärker funktioniert, um danach eine Simulation aufzubauen und diese an die Praxis anzupassen. „Er ist sehr talentiert, arbeitet und lernt schnell und kann das theoretisch Erlernte schnell praktisch umsetzen.“
Ein solches Praktikum ermöglicht ihm aber nicht nur den Bereich der Mechatronik näher kennenzulernen, sondern auch sein Verständnis für die Verschiedenheit der Kulturen auszubauen. Interkulturelle Kompetenz wird ein immer wichtigeres Kriterium für den beruflichen Erfolg in einer globalisierten Welt.
Außerdem gefällt Amine, der fließend vier Sprachen spricht, dass die verschiedenen Fakultäten der Saar-Uni so nah beisammen liegen. Die Atmosphäre auf dem Campus sei daher besser als in tunesischen Universitäten. Gute Voraussetzungen also, um hier später ein Studium in den Natur- oder Ingenieurwissenschaften aufzunehmen!
Dat is der Kollege:
Also dann.. haltet die Ohren steif! Man liest sich



Außerdem laufen alle 10 Minuten Menschen vorbei, die einem Sonnenbrillen, Hüte oder sonstiges verkaufen wollen.









